Ist Leistung das Potenzial des männlichen Fallus?

Nein, wenn über “Leistung” gesprochen wird, bezieht sich dies auf die elektrische Leistung, welche in “Watt” mit dem Einheitenzeichen P gemessen wird. Sie gibt an, wie viel elektrische Arbeit aufgewendet wird, um elektrischen Strom in eine andere Energieform umzuwandeln.

In anderen Worten: Wie viel Spannung gerade auf wie viel Widerstand trifft, um Deinen Coil im Verdampfer zu erwärmen damit er Liquid verdampfen kann.

Heute findet man quasi keine Geräte mehr, die nicht standardmäßig über Watt geregelt werden im Vergleich zu den Geräten, die vor einigen Jahren noch über Spannung geregelt wurden.

Mit dem Trend der Sub-Ohm Coils, erfreuten sich Geräte mit einer Watt-Regulierung immer größerer Beliebtheit bis diese zum Standard wurden. Mit Watt lässt sich ein Gerät feiner einstellen, da nicht eine konstante Spannung eingestellt wird, sondern sich diese nach der eingestellten Leistung in Abhängigkeit zum Widerstand der Coils richtet.

Was ist dieses “Ampere” und warum limitieren da meine Akkus?!

Als “Ampere” wird die Stromstärke bezeichnet oder in anderen Worten der “Strom”, der durch einen elektrischen Leiter fließt.

In der Schule lernt man noch folgende Begrifflichkeit: Die Geschwindigkeit mit der Strom durch einen elektrischen Leiter fließt. Je schneller der Strom durchfließt, desto höher ist die Stromstärke und desto heftiger ist die Umwandlung von elektrischer Energie in eine andere Energieform (bspw. Wärme). Ich finde diese verspielkindlichte Definition echt schön, deswegen erwähne ich sie hier einmal.

Jeder elektrische Leiter verfügt über eine nicht konstante “Amperegrenze”. Das heißt, ist die Stromstärke zu hoch, kollabiert der elektrische Leiter. Das würden wir als “Durchbrennen” bezeichnen.

Bei modernen Geräten mit Sub-Ohm Coils, also Coils unter einem Ohm, fließen hohe Ströme bedingt durch den geringen Widerstand (logischerweise). Natürlich hängt das auch von der eingestellten Leistung ab, aber um die Masse des Materials zu erhitzen, muss eine entsprechend hohe Leistung eingestellt werden.

So erreicht man mit Leichtigkeit Ströme von 20 Ampere oder sogar mehr. Die “Amperegrenzen” von gängigen Akkus liegen zwischen 25 und 30 Ampere. Kurzzeitig können diese Grenzen überschritten werden ohne, dass der Akku “durchbrennt”. Anders als bei Stromkabeln oder Coils, beobachtet man jedoch kein Durchbrennen in diesem Sinne, sondern, dass der Akku anfängt auszugasen. Das liegt an der chemischen Reaktion in dem Akku zu Grunde, die bei zu hohen Strömen zu heftig abläuft und dann das ungewollte Ausgasen verursacht.

Daher ist es so essentiell wichtig auf die Stromstärke bei der Verwendung zu achten. Gängige geregelte Akkuträger werden heute mit zwei Akkus ausgestattet, sodass sich die Belastung entsprechend verteilt. Zudem verfügen sie über Schutzschaltungen, die das Gerät deaktivieren wenn es zu heiß wird.

Ungeregelte Akkuträger verfügen über keine solcher Schutzmechanismen und der Akku liegt ohne Elektronik am Verdampfer an.

Grundsätzlich gilt: beachte die Angaben zu den jeweiligen Akkus und höre auf die Erfahrungswerte Anderer. Die Anlaufstelle meiner Wahl mit nützlichen Informationen und Testberichten zu Akkus, wäre da für mich Mountain Prophet (ich hoffe er nimmt es mir nicht übel, wenn ich ihn hier verlinke).

Gibt es da Spannung zwischen uns?

Unter der elektrischen Spannung versteht man den “Druck” mit dem Strom fließen möchte. Je höher die Spannung, desto höher also der Druck. Die Spannung hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Stromstärke und verhält sich zu dieser proportional.

Jeder elektrische Leiter strebt nach einem Spannungsausgleich gegenüber einem anliegenden Pol. Nehmen wir das Beispiel einer Rolltreppe, von welcher man “eine gewischt kriegt”. Durch die Bewegung, lädt sich die Rolltreppe statisch auf und verfügt über eine höhere Spannung als der menschliche Körper, sodass bei Berühren der Rolltreppe ein Lichtbogen auftritt, der für den Spannungsausgleich sorgt. Deswegen fließt Strom ja auch vom negativen hin zum positiven Pol: am Minuspol ist die Spannung größer als am Pluspol. Wird der Stromkreis geschlossen, tritt besagter Spannungsausgleich ein.

Was ist dieses “Ohm”-Ding?

Hinter dem Wort “Ohm” verbirgt sich nichts anderes als der Widerstand eines elektrischen Leiters. Im Fall von elektrischen Zigaretten, bezieht sich dies auf die von uns verwendeten Coils.

Nett 2 Know: Georg Simon Ohm war ein deutscher Physiker, der im 18. und 19. Jahrhundert den Zusammenhang zwischen galvanischen Leiter begründete und so das uns heute bekannte “Ohmsche Gesetz” entwickelte. Durch ihn wurde es möglich die Elektrizitätslehre erstmals mathematisch zu behandeln.

Der Widerstand von Coils ist konstant und wirkt sich auf den fließenden Strom aus, bekannt durch die Einheit “Ampere” (benannt nach Ampère).

Bleibt die Spannung gleich, es wird jedoch der Widerstand erhöht, verringert sich der fließende Strom. In die andere Richtung verhält es sich kongruent: wird der Widerstand verringert bei gleicher Spannung, erhöht sich der fließende Strom.

Berechnen lässt sich der Widerstand mit dem Formelzeichen R, indem man die elektrische Spannung (U) durch die Stromstärke (I) dividiert. In einer Formel ausgedrückt sieht das wie folgt aus:

R=U/I, bspw.: R= 2,45V / 30A = 0,082

Diese Berechnung führt auch jeder gängige geregelte Akkuträger aus und zeigt den entsprechenden Widerstand auf dem Display an. Bei mechanischen Akkuträgern werden natürlich keine Werte angezeigt und man muss selber die Werte errechnen. Dabei unterstützen Messgeräte, entweder Voltmeter aus dem Baumarkt oder Messgeräte für den Dampfermarkt.

Das ist besonders wichtig, weil wir uns ja noch daran erinnern, dass die "Amperegrenzen" von Akkus nicht überschritten werden dürfen. Das Vorgehen an dieser Stelle ist eigentlich relativ einfach, sobald Deine Coils in dem Verdampfer eingebaut sind. Nimm Dir das Messgerät Deiner Wahl und ermittle den Widerstand des Verdampfers. Anschließend musst Du die Spannung ermitteln, die vom Akku tatsächlich am Verdampfer ankommt. Hier musst Du nicht extra messen (auch wenn es genauer besser wäre), sondern kannst von der maximalen Leistung ausgehen, die theoretisch von einem Akku an den Verdampfer abgegeben werden könnte. Das wären 4,2 Volt. Durch den Eigenwiderstand des Akkuträgers, fällt das aber meistens etwas geringer aus (bspw. 3,9 Volt). Dies wird als Voltdrop bezeichnet. Wir gehen aber vom Worst Case mit 4,2 Volt aus.

Nun hast Du zwei Werte: die Spannung und den Widerstand. Obige Formel lässt sich leicht umstellen, damit wir die Stromstärke I in der Einheit Ampere (A) berechnen und so ermitteln können, ob Dein Akku überhaupt verwendet werden kann. Als Beispiel verwenden wir folgend einen Widerstand von 0,14 Ohm:

I = U/R, bspw.: I = 4,2 / 0,14 = 30

Hier wird also ein Akku benötigt, der mindestens einen Strom von 30 Ampere standhalten kann. Bedenke, dass es sich hier um ein Worst Case handelt. Realistischer wäre es mit 3,9 Volt oder sogar weniger zu rechnen. Mit der maximal möglichen Spannung zu arbeiten, schiebt Dich aber mehr auf die sichere Seite.

Geil, jetzt glüht mir der Kopf und Coil!

Mir auch. Ich mochte zwar Physik immer in der Schule, aber irgendwann ist genug. Zwar muss man heute kein Profi mehr auf dem Gebiet der Elektrizitätslehre sein, um vernünftig dampfen zu können, aber wenn man mal einen kleinen Einblick bekommen hat, werden einige Dinge etwas transparenter.

Fertig gewickelte Verdampfer verfügen in der Regel schon über vorgegebene Spielräume für die verwendete Leistung. Das macht den Einstieg noch mal einfacher. Wenn Ihr in Zukunft auf einen Selbstwickler umsteigen wollt, dann macht das! Ihr werdet schnell Erfahrungen sammeln und auf diese zurückgreifen können.



Bilderquellen:

www.freepik.com